Wandmalerei und ihr Ursprung in der Geschichte

Die Wandmalerei gehört mit zu den ältesten Kulturleistungen der Menschheit.
Neben den direkt auf dem Putz aufgetragenen Malereien gelten auch die auf Leinwand aufgetragenen Bilder, die die Maße der Wand, oder der Decke haben. Bei Verwendung der Leinwand wird nach Fertigstellung des Bildes dieses mit der Wand verbunden, sodass der Eindruck einer Wandmalerei entsteht.
Bei der Wandmalerei wird zwischen der Freskomalerei und der Seccomalerei unterschieden. Die Freskomalerei wird auf noch feuchtem Putz aufgetragen und verkieselt in einem chemischen Prozess, sodass der Erhalt der Farbpigmente lange gesichert ist. Die Seccomalerei erfolgt auf bereits getrocknetem Putz. Bei den heutzutage verwendeten Acryl- und Keimschen Farben wird auch hier ein langer Erhat der Farbpigmente gewährleistet.
Organische Farben eignen sich dagegen nicht für die Seccomalerei. Der wohl bekannteste Versuch in diesem Bereich ist das Letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci in einem Mailänder Kloster. Seine Versuche mit organischem Material haltbare Farben herzustellen waren nicht von Erfolg gekrönt. Seine Farben unterlagen schon bald einem Verfalssprozess, der Restauratoren bis heute mit der Erhaltung seines Meisterwerkes beschäftigt.

Die Wandmalerei lässt sich von der Moderne bis zur Frühzeit zurück verfolgen. Die ältesten Wandmalereien lassen sich mithilfe der Radiokarbonmethode auf ca. 31500 Jahre v. Chr. datieren.
Auch im alten Ägypten ließen sich Wandmalereien nachweisen. So wurden Wandmalereien in alten Grabkapellen gefunden. welche noch gut erhalten sind. Auf diesen Wandmalereien sind überwiegend Dinge dargestellt, die nach dem Glauben der Alten Ägypter das Überleben im Jenseits garantieren sollten und gleichzeitig als Statussymbol für den Wohlstand des Verstorbenen dienten.
In der klassischen Antike gab es auch Wandmalereien. Im Römischen Reich leistete sich fast jeder Hausbesitzer die Bemalung seiner Wände. So verbreitet wie zu dieser Zeit war die Wandmalerei nie wieder.
In Asien findet sich auch Wandmalerei. Hierbei ist besonders die Tang-Dynastie zu erwähnen. In dieser Zeit wurden besonders die monumentalen Grabanlagen hoher Hofbeamter und von Mitgliedern des Königshauses ausgemalt.
In Afrika sind Wandmalereien aus Nubien bekannt. Dieses war christlich geprägt und so wurden Szenen aus der Bibel gemalt. Die Tradition der Wandmalerei endete hier mit der Ankunft des Islam.
Bei den Mayas in Südamerika blühte die Kunst der Wandmalerei. In San Bartolo fanden sich gut erhaltene Beispiele.
Im Mittelalter war die Wandmalerei in Kirchen und Klöstern des heutigen Europas weit verbreitet, da sie mit der Christianisierung einen Aufschwung erlebte.

Im Sozialen Realismus der Moderne wurde das Mittel der Wandmalerei zur Propaganda genutzt. So werden an öffentlichen Plätzen plakative politische Aussagen dargestellt. Berühmt für ihre als Murals bezeichneten Wandmalerein sind heutzutage die Städte Belfast und Derry in Nordirland.
Eine zeitgenössische Form der Wandmalerei ist das Graffiti.
Auch in der Innenarchitektur hat sich die Wandmalerei einen festen Platz in der zeitgenössischen Wohnkultur erobert, wenn sie auch durch die erheblichen Kosten begrenzt genutzt wird.